Umstellung VoIP-Telefonie – die Zeit drängt

Das Thema VoIP-Telefonie via Cloud ist in aller Munde – nicht erst, seit die Swisscom die vollständige Abschaltung der herkömmlichen Festnetztelefonie angekündigt hat. Zwar scheint sich die Umstellung etwas zu verzögern, doch für Betriebe, die noch nicht auf VoIP-Telefonie umgestellt haben, beginnt die Zeit allmählich knapp zu werden.

Auch ganz unabhängig vom Zeitdruck empfiehlt es sich für Firmen, die noch Festnetz-Telefonie nutzen, sich mit der «virtuellen Telefonie» auseinanderzusetzen. Gerade für KMU liegen die Vorteile nämlich auf der Hand, spricht doch die Kostensituation klar für die VoIP-Telefonie. Die Investitionen in eine virtuelle Telefonanlage (Virtual PBX) sind nämlich grundsätzlich überschaubar, da keine Hardware angeschafft und gewartet werden muss. Dadurch fallen nur für die Installation der Endgeräte und der Software Kosten an. Zudem sind mit VoIP die Anschlusskosten und die Gesprächstarife oft günstiger, als bei der Festnetz-Telefonie.

Nicht nur günstiger, sondern auch flexibler

Doch auch abgesehen von den Kostenvorteilen bietet VoIP-Telefonie zahlreiche Annehmlichkeiten. Die Verwaltung der Anlage ist via Web-Portal einfach möglich und weil VoIP-Telefonie als webbasierter Service bezogen wird, müssen sich Nutzer nicht um Updates etc. kümmern. Auch Umzüge oder der Anschluss neuer Standorte sind problemlos möglich, wachsende Firmen profitieren zudem von einer sehr hohen Skalierbarkeit, da an eine virtuelle Telefonanlage bei Bedarf mehrere hundert Geräte angeschlossen werden können.

Nicht zuletzt entspricht die Technologie den Anforderungen der heutigen Arbeitswelt, da sie flexiblere Arbeitsformen erlaubt. Mit VoIP-Telefonie lassen sich beispielsweise Home Offices einfach anschliessen und Mitarbeitende, die viel unterwegs sind, telefonieren mit ihren Mobiltelefonen über die gleiche Anlage, wie diejenigen im Büro. Oftmals stehen auch unterstützende Apps des Anbieters auf Mobiltelefonen zur Verfügung.

Die Wahl des Anbieters: Worauf Sie achten müssen

In der Schweiz bieten zahlreiche Anbieter massgeschneiderte VoIP-Telefonie-Lösungen für KMU an. Oft handelt es sich dabei um spezialisierte Betriebe, die die Bedürfnisse ihrer Kunden genau kennen und entsprechend flexibel sind. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, verschiedene Angebote zu prüfen und bei der Wahl nicht nur auf die Kosten zu achten, sondern auch folgende Punkte zu berücksichtigen:

    • Standort der VoIP-Anlage: Wir empfehlen einen Anbieter mit Standort in der Schweiz. Wer eine redundante, virtuelle PBX wünscht, entscheidet sich mit Vorteil für einen, der seine Anlage in zwei Rechenzentren betreibt.
    • Service Level Agreements: Informieren Sie sich über die Konditionen des Anbieters.
    • Anzahl Teilnehmer: Können ohne Änderung des Abonnements weitere Teilnehmer zur Anlage hinzugefügt werden?
    • Internetzugang: Angesichts der heutigen Verbindungsgeschwindigkeiten kann meist auf einen dedizierten Internetanschluss verzichtet werden.
    • Welche Funktionen benötigen Sie und was sind die Kosten? – Je nach Anbieter umfasst das Abonnement unterschiedliche Zusatzfunktionen.
    • Gesprächstarife: Ein Vergleich gemäss Ihrem Verbindungsprofil schadet nie.
    • Konfiguration der VoIP-Anlage: Kann Ihnen der Anbieter vor Ort die nötige Unterstützung bieten?
    • Firewall: Die häufigste Ursache für Probleme im Zusammenhang mit VoIP-Telefonie. Arbeiten Sie deshalb mit einem IT-Partner, der sich mit VoIP-Konfigurationen auskennt.
    • Integration mit Outlook (TAPI): Wird nicht von allen Anbietern unterstützt.