Cybersecurity: Die Belegschaft bleibt die wichtigste Schwachstelle bei Cyberattacken

Sep. 17, 2026

Ausgefeilte Social Engineering-Angriffe bereiten IT-Sicherheitsverantwortlichen Kopfschmerzen. Die Rolle von KI wird dabei immer wichtiger. Wie gefährlich die Lage ist, zeigen zwei vor Kurzem veröffentlichte Studien.

Die Belegschaft von Unternehmen bildet das grösste Risiko in puncto IT-Sicherheit von Unternehmen. Dies bestätigt unter anderem eine Studie von MetaCompliance, in deren Rahmen fast die Hälfte aller Teilnehmenden, die die Cyberresilienz ihres Unternehmens heute kritischer bewerten als noch vor einem Jahr, Social Engineering-Attacken als Hauptgrund für diese Beurteilung nannten.

Gleichzeitig erklärten 78 Prozent, die Geschäftsführung ihres Unternehmens habe keine vollständige Sicht auf die Risiken, die durch Fehler von Mitarbeitenden entstehen. Security Awareness-Massnahmen würden zudem häufig nur befristet unterstützt, wie 79 Prozent zu Protokoll gaben. Befragt wurden insgesamt 200 CISOs in Deutschland, Frankreich, Schweden und Grossbritannien.

 

Schatten-KI als Sicherheitsrisiko

Bestätigt wird diese Einschätzung durch die Ergebnisse einer Erhebung des IT-Security-Unternehmens WatchGuard Technologies unter 684 Beschäftigten von KMU. Laut diesem «Cybersecurity Hygiene Report 2026» greifen 64 Prozent der Befragten für ihre Arbeit auf nicht autorisierte KI-Tools (sog. «Schatten-KI») zurück, wobei die Unternehmen davon meist nichts wissen. Bekannte und hartnäckige Sicherheitsrisiken bestehen daneben weiterhin: 76 Prozent nutzen Passwörter mehrfach, 30 Prozent teilen ihre Passwörter sogar mit anderen Personen. 70 Prozent greifen für berufliche Zwecke auf öffentliches WLAN zurück, die Hälfte verbindet sich ohne VPN mit Unternehmensressourcen und 55 Prozent nutzen ihre Arbeitsgeräte auch für private Zwecke.

«Unternehmen investieren zwar in Sicherheitslösungen, dennoch fehlt vielen nach wie vor der notwendige Einblick in die tatsächlichen Arbeitsweisen ihrer Mitarbeitenden. Alltägliche Verhaltensmuster – von der Verwendung künstlicher Intelligenz bis zum unzureichenden Umgang mit Passwörtern – schaffen Risiken, denen klassische Kontrollmechanismen nicht ausreichend begegnen können», warnt Marc Laliberte, Director of Security Operations bei WatchGuard.

 

End-to-End-Security gleicht menschliches Fehlverhalten aus

Beide Studien kommen somit zu einem ähnlichen Ergebnis: Während Cyberangreifer KI einsetzen, um immer glaubwürdigere Täuschungsversuche zu entwickeln, wird die Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Sicherheitsrisiko und seiner Wahrnehmung auf Führungsebene zunehmend grösser. Gleichzeitig wächst dadurch die Angriffsfläche, die durch menschliches Verhalten im täglichen Arbeitsumfeld entsteht.

Eine zuverlässige End-to-End-Security-Lösung kann hier die Lage zumindest teilweise entschärfen. Ein Tool wie Bitdefender unterstützt Mitarbeitende, indem es verdächtige E-Mails und andere Aktivitäten erkennt und unschädlich macht, die für Social-Engineering eingesetzt werden. Dadurch wird das Risiko erfolgreicher Angriffe reduziert. Regelmässige Aktualisierungen sorgen zudem dafür, dass die Abwehr auf Augenhöhe mit den Angreifern bleibt.

Autor

Serge Subits – Gründer und Geschäftsführer der igeeks AG in Zürich

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