Experten: KI steuert Cyberangriffe zunehmend eigenständig

Nov. 2, 2026

KI-Angriffe verändern die aktuell Bedrohungslandschaft im Bereich IT-Security massiv. Dies erfordert neue Strategien seitens der betroffenen Unternehmen, wie eine Studie zum Thema künstliche Intelligenz und Sicherheit Schluss kommt.

Künstliche Intelligenz dient Cyberkriminellen immer öfter nicht mehr nur als Vorbereitungshilfe, sondern führt Attacken inzwischen weitgehend autonom und in Echtzeit aus. IT-Sicherheits-Abteilungen von Unternehmen bleibt dadurch immer weniger Zeit, um adäquat zu reagieren, schreiben die Experten von Check Point  im aktuellen «Annual AI Security Report 2026». Sie sehen darin einen Wendepunkt: Die frühere Fachwissens-Hürde für Angreifer verschwindet zunehmend, sodass künftig vor allem jene die Oberhand behalten, die KI-Nutzung innerhalb des Unternehmens aktiv steuern und eine Abwehr aufbauen, die ebenso schnell ist, wie die Angreifer.

Die Zeitspanne zwischen dem Bekanntwerden einer Schwachstelle und einem einsatzfähigen Exploit ist laut dem Bericht von Tagen auf Stunden gesunken. Dies zwingt Behörden wie CERT-In (Indien) und die CISA (USA) inzwischen zu drastisch verkürzten Reaktionsfristen. Stark zugenommen haben auch Prompt-Injection-Angriffe: Die Zahl erkannter, umfangreicher bösartiger Prompt-Injection-Versuche hat sich zwischen März und Mai 2026 offenbar verfünffacht. Dies bei einem gleichzeitigen Anstieg des Anteils riskanter KI-Prompts in Unternehmen von etwa 2 auf 4 Prozent binnen eines Jahres.

 

Fälschungen biometrischer Daten nehmen zu

Nahezu alle befragten Unternehmen verzeichnen laut der Analyse inzwischen monatlich mindestens eine risikobehaftete KI-Interaktion. Ein Grossteil der dabei offengelegten sensiblen Daten stammt dabei nicht aus Missbrauch, sondern aus ganz normaler, freigegebener KI-Nutzung. Mitarbeitende geben demnach oft unbeabsichtigt vertrauliche Informationen preis, um bessere Antworten zu erhalten.

Ein weiteres Thema ist die Fälschung biometrischer Merkmale: Stimmen, Gesichter, Dokumente und Videos lassen sich mittlerweile so überzeugend synthetisieren, dass selbst geschulte Nutzende KI-generierte Gesichter nur noch in rund vier von zehn Fällen zuverlässig erkennen. Unternehmen müssten daher auf stärkere Multi-Faktor- und Out-of-Band-Verifizierung setzen, so die Check Point-Experten.

 

Gegenstrategien: Bitdefender unterstützt die Bedrohungserkennung

Als Gegenstrategie nennen die Check Point-Experten drei Säulen: Schutz von KI-Systemen selbst, Bedrohungserkennung mithilfe von KI sowie die Regulierung der KI-Nutzung im Unternehmen. Ein zentrales Element jeder Cyberabwehr-Strategie ist und bleibt deshalb auch eine zuverlässige End-to-End-Security-Lösung. Dank KI erkennt ein bewährtes Tool wie Bitdefender Angriffe auch dann, wenn diese mithilfe von KI lanciert werden. Sensible Unternehmensdaten sind dadurch so gut wie möglich geschützt.

Autor

Serge Subits – Gründer und Geschäftsführer der igeeks AG in Zürich

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