Die wichtigsten IT-Trends für KMU im Jahr 2020

Wenn es zum Jahresende hin an die Budgetplanung geht, wird für viele Unternehmer auch die IT ein Thema. Im Zentrum stehen natürlich die Kosten, wichtig ist allerdings − angesichts der zunehmenden Bedrohungslage − auch die Sicherheit. Und natürlich müssen IT-Lösungen den Bedürfnissen entsprechen. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2020.

Tatsache ist, dass die Bedrohung durch Ransomware-Attacken und andere Schadsoftware weltweit zunimmt. Gerade KMU sind diesbezüglich stark gefährdet, denn sie verfügen intern oft nicht über das nötige Know-how, um sich zuverlässig gegen Angriffe zu schützen. Im Rahmen der Budgetplanung sollte deshalb nicht zuletzt dem Thema Sicherheit genügend Platz eingeräumt werden.

Wie gefährdet ist mein Betrieb?

Wesentlich ist diesbezüglich natürlich die Wahl der richtigen Sicherheitsprodukte. Anschaffungen müssen ein möglichst hohes Schutzniveau bieten, allerdings ohne dass die anderen Bedürfnisse des Betriebes vernachlässigt werden. Konkret sollten sich Unternehmer deshalb folgende Fragen stellen: Wie gefährdet ist mein Betrieb grundsätzlich? Habe ich besonderen Schutz nötig oder reichen gute Standard-Produkte? Im Rahmen einer Risiko-Analyse sollte zudem die Sicherheit der im Betrieb verwendeten IT-Lösungen − wie zum Beispiel von Cloud-Services − überprüft werden. Bestehen Sicherheitsbedenken, gilt es, allfällige Alternativen zu erwägen.

IT-Lösungen: vor Ort oder aus der Cloud?

Nebst einer Risiko-Analyse empfiehlt es sich, bei der Budgetplanung auch einmal grundsätzlich zu prüfen, ob die betriebsintern verwendeten IT-Produkte noch bedarfsgerecht sind. Lässt sich diese Frage nach einer Anforderungs- und einer Nutzwert-Analyse nicht mit einem eindeutigen «Ja» beantworten, ist allenfalls eine Umstellung angezeigt. Dabei sind allerdings auch die Kosten für eine allfällige Migration von Diensten zu berücksichtigen.

In den meisten Fällen sehen sich Unternehmer bei der Suche nach den passenden IT-Lösungen mit der Qual der Wahl zwischen internen «On-Premises»- und externen Cloud-Services konfrontiert. Erstere haben grundsätzlich den Vorteil, dass die Nutzer im Gegensatz zur Cloud die volle Kontrolle über ihre Daten haben. Auch individuelle Anpassungen an die internen Anforderungen sind hier einfacher möglich. Dem gegenüber bietet die Cloud den Vorteil der Skalierbarkeit, zudem schneiden Cloud-Lösungen in Risiko-Analysen oft besser ab. Denn professionelle, zertifizierte Anbieter besitzen entsprechendes Know-how, das sich KMU ansonsten meist kostspielig extern beschaffen müssen. Ein weiterer Vorteil von Cloud-Diensten ist ihre kurze Bereitstellungszeit. Ins Gewicht fällt für KMU zudem auch der geringere Arbeitsaufwand, denn bei Inhouse-Lösungen müssen alle System- und Software-Aktualisierungen selbst vorgenommen werden, während bei externen Lösungen der Cloud-Anbieter diese Aufgabe übernimmt.

Die papierlose Zukunft beginnt 2020

Unabhängig davon, ob Sie eher auf «On-Premises»- oder eher Cloud-Lösungen setzen: Tatsache ist, dass die Digitalisierung auch in Unternehmen unaufhaltsam voranschreitet. Sowohl einfache, alltägliche Vorgänge, wie beispielsweise in der Administration, als auch hochspezialisierte Tätigkeiten und Arbeitsschritte werden immer häufiger digital ausgeführt. Und Bearbeitung, Übermittlung und Speicherung von Dokumenten erfolgen immer mehr auf digitalem Weg, wodurch die Bedeutung von Papier abnimmt. Hier ergibt sich Sparpotenzial, weil Investitionen in Printer und Druckmaterial an Bedeutung verlieren. Durch die Automatisierung bestimmter Tätigkeiten sind zudem teilweise Einsparungen beim Personal möglich. Allerdings bringt die zunehmende Umstellung auf «digital» auch Kosten mit sich: einerseits für neue Technologien, andererseits auch für die entsprechende Schulung der Mitarbeitenden. Nicht vergessen werden darf hier ebenfalls das Thema Sicherheit – denn je mehr Prozesse ausschliesslich digital ausgeführt werden, desto höher ist das Gefährdungspotenzial.

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