Risiko Urlaubsreise: so schützen Sie sich unterwegs vor Cyber-Kriminellen

Ob ferienhalber oder geschäftlich − Reisen bringen immer auch IT-Risiken mit sich, dies sowohl für Mitarbeitende, als auch für die betreffenden Unternehmen. Denn Cyber-Kriminelle verstehen es bestens, die Sorglosigkeit von Reisenden auszunutzen. Nachfolgend einige Tipps, wie Sie sich und Ihr Unternehmen schützen können.

Wer mit Reisevorbereitungen beschäftigt ist, hat selten die digitale Sicherheit vor Augen. Ob Online-Buchungen, Out-of-Office-Mails oder der Umgang mit dem Geschäftstelefon – viele Sicherheitslücken, die auf (Geschäfts-)Reisen zum Problem werden können, lassen sich jedoch schon mit einfachen Massnahmen stopfen.

Klare Vorschriften sorgen für Sicherheit

Ein beliebter Trick von (Cyber-)Kriminellen ist es, sich als Reise- oder Mietwagenanbieter auszugeben. Denn viele Geschäftsreisende buchen Ihre Reisen, Hotels oder Fahrzeuge selbst. Wer bei einem Fake-Anbieter bucht, hat deshalb doppelt das Nachsehen: die gekaufte Dienstleistung wird nicht geliefert und der bezahlte Betrag ist meist definitiv weg.

Insbesondere Unternehmen können hier mit einfachen Richtlinien das Bewusstsein ihrer Mitarbeitenden schärfen. So leisten Vorgaben hinsichtlich der Reisbüros und Agenturen, die zu nutzen sind, bereits einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit. Sinnvoll ist es auch, den Mitarbeitenden spezifische Kreditkarten zur Verfügung zu stellen, die für Online-Buchungen verwendet müssen. Denn Kreditkarten bieten mehr Sicherheit, als z.B. Banküberweisungen. Auch sollten Mitarbeitende angewiesen werden, per E-Mail empfangene Rabatt-Angebote zu ignorieren, denn deren Absender haben oft betrügerische Absichten.

Out-of-Office-Mails kurz und knapp halten

Angestellte, die verreisen, richten in den meisten Fällen eine Abwesenheitsmail ein. Auch hier ist Vorsicht geboten: Es empfiehlt sich, in solchen Out-of-Office-Mails keine konkreten Datumsangaben zu machen. Cyberkriminelle können damit nämlich einfach in Erfahrung bringen, von wann, bis wann sie sich, beispielsweise durch einen Hack, eine fremde Identität aneignen können. Gefährdet sind dabei insbesondere Mitarbeitende, die mit sensiblen Daten arbeiten.

Wer mit sensiblen Daten arbeitet, ist zudem gut beraten, nicht benötigte Endgeräte, auf denen solche Daten gespeichert sind, zuhause bzw. im Büro zu lassen. Auch sollten Firmengeräte unterwegs stets so sicher, wie möglich, aufbewahrt werden − nicht zuletzt, um sie vor Beschädigung, Diebstahl oder Verlust zu schützen. Nicht nur Geräte, die sensible Daten enthalten, gehören in den Hotelsafe, denn auch der Verlust «gewöhnlicher» Geräte kann kostspielige Folgen haben.

Aufgepasst vor Fake-WLANs

Ein wichtiger Punkt ist auch die WLAN-Nutzung unterwegs. Geschäfts- und andere Reisende sollten sich der Risiken offener WLAN-Verbindungen bewusst sein. Beispielsweise sollten über solche Verbindungen niemals passwortgeschützte Konten – wie das E-Mail-Konto – genutzt oder Finanztransaktionen getätigt werden. Denn Fake-WLAN-Verbindungen lassen sich relativ leicht einrichten, zugleich sind sie oft nur schwer erkennbar. Und haben Cyberkriminelle einmal Ihr E-Mail-Passwort in den Händen, können sie sich rasch und einfach Zugang zu anderen, von Ihnen genutzten Diensten verschaffen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich deshalb – auch bei der Arbeit am Laptop – das Mobilfunknetz zu nutzen.