Unternehmen setzen zunehmend auf mehrere spezialisierte KI-Modelle statt auf eine einzige universelle Lösung. Mit der wachsenden Vielfalt der eingesetzten Systeme nehmen jedoch auch die Herausforderungen für Sicherheit und Compliance zu, wie eine Auswertung zeigt.
Mit zunehmender KI-Reife steigt in Unternehmen offenbar auch die Zahl der genutzten Modelle und Plattformen. Die meisten Unternehmen entscheiden sich bewusst dafür, mehrere KI-Lösungen parallel zu betreiben. Dabei kombinieren sie neue, KI-native Tools mit etablierten Angeboten. Zu diesem Schluss kommt das auf Identitäts- und Zugriffsmanagement spezialisierte Sicherheitsunternehmen Okta im aktuellen The Okta Enterprise AI Index, einer Auswertung von Login-Daten von mehr als 20'000 Organisationen weltweit.
Dem Bericht zufolge diversifizieren Unternehmen ihre KI-Landschaften zunehmend. Die Zahl der Unternehmen, die nur einen KI-Anbieter nutzen, sank im Juni 2026 im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozentpunkte, da Unternehmen ihre KI-Stacks erweitern. Das tatsächliche Ausmass dieser Multi-Vendor-Landschaft dürfte sogar noch grösser sein, da diese Zahlen Unternehmen nicht berücksichtigen, die über zentralisierte IT-Gateways, Cloud-Anbieter oder Hosting-Dienste für KI-Modelle auf Modelle zugreifen, so Okta. Vorerst würden sich die Unternehmen alle Optionen offen halten.
Sicherheitslücken durch Fragmentierung
Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Marktanteile der Anbieter aus: Neue Akteure wie Anthropic, OpenAI und Cursor verzeichnen starkes Wachstum. Etablierte Anbieter wie Google und Microsoft erreichen dank bestehender Verträge mit Unternehmen und umfangreicher Integrationsmöglichkeiten weiterhin hohe Nutzerzahlen. Die Experten von Okta gehen deshalb davon aus, dass in absehbarer Zeit kein einzelner KI-Anbieter den Markt für geschäftliche Anwendungen dominieren wird.
Die zunehmend heterogenen KI-Umgebungen stellen jedoch insbesondere Unternehmen in der EMEA-Region vor neue Herausforderungen, da dort hohe Anforderungen an Compliance und Governance gelten. Falsch konfigurierte Berechtigungen, uneinheitliche Richtlinien und eine fragmentierte Überwachung können erhebliche Sicherheitslücken verursachen. Nicht verwaltete, fehlerhaft konfigurierte oder veraltete Zugriffsrechte schaffen zusätzliche Angriffsvektoren und erhöhen zugleich das Risiko von Compliance-Verstössen, so die Okta-Experten.
Mit End-to-End-Security Sicherheitslücken dichten
Wie die Auswertung zeigt, erhöhen KI-Anwendungen nicht nur die Effizienz in Unternehmen, sondern schaffen auch zusätzliche Sicherheitsrisiken. Betriebe, die sich konsequent gegen Eindringlinge absichern und mögliche KI-verursachte Sicherheitslücken dichten wollen, setzen deshalb mit Vorteil auf End-to-End-Security. Eine bewährte Lösung wie Bitdefender bietet hier umfassenden Schutz, dies zu einem attraktiven Kost-Nutzen-Verhältnis.