Studie: Kryptowährungen – Sicherheitsrisiken nehmen zu

Kryptowährungen etablieren sich laut einer Studie immer mehr als Zahlungs- und Investitionsmittel. Die gesteigerte Akzeptanz sowohl durch Online-Händler, als auch durch Offline-Geschäfte ruft allerdings auch immer mehr Cyberkriminelle auf den Plan.

Bereits 13 Prozent aller Internetnutzer haben mithilfe von digitalen Zahlungsmitteln einen Einkauf getätigt. Dies die Erkenntnis einer Umfrage, die B2B International London im Auftrag von Kapersky Lab unter 12‘448 Nutzern in 22 Ländern durchgeführt hat.

Parallel zu dieser Entwicklung nimmt allerdings auch das Interesse von Kriminellen an derartigen Transaktionen zu. Sie gehen immer raffinierter vor, wenn es darum geht, die Besitzer von Kryptowährung durch Angriffe auf die entsprechenden Plattformen um ihr Geld oder ihre Ersparnisse zu erleichtern.

Hoher Bedarf an digitalen Finanztransaktionen 

«Trotz des Rückgangs der Preise für Kryptowährungen haben Nutzer nach wie vor einen hohen Bedarf an digitalen Finanztransaktionen», kommentiert Vitaly Mzokov, Head of Verfication, von Kaspersky Lab die Umfrageresultate. Die Gefahren im Zusammenhang mit dem Online-Tausch, der ja noch in den Kinderschuhen steckt, bezeichnet er als «real». Die Angriffsmethoden der Cyberkriminellen würden zudem immer ausgereifter und Kryptowährungsbörsen sowie ICOs seien immer häufiger leichte Ziele, um erhebliche Geldsummen zu stehlen, denn oft mangelt es an den nötigen Cyber-Sicherheitsmaßnahmen.

ICOs (Initial Coin Offerings) sind laut Kapersky besonders gefährdet, weil den Gründern meist die nötige Erfahrung in Sachen Sicherheit fehlt. Die Einlagen werden oft nicht richtig geschützt, zudem werden bei Sicherheitsverletzung nicht die richtigen Massnahmen getroffen.

Hardware-Wallets nutzen

Mit einigen einfachen Vorsichtsmassnahmen können Interessierte und Eigentümer jedoch eigenhändig die Sicherheit im Umgang mit Kryptowährungen und ICOs verbessern. So sollte bei der URL einer Wallet stets geprüft werden, ob sie seriös ist, zudem sollten Nutzer niemals Links zu einer Online-Bank oder zu Web-Wallets folgen.

Kapersky empfiehlt zudem, Hardware-Wallets für Kryptowährungen zu nutzen. Die Empfängeradressen des zu transferierenden Betrags und die Höhe der damit verbundenen Gebühr sollte darüber hinaus jeweils vorab überprüft werden. Auch wird angeraten, eine mnemonische Phrase zu notieren, die es ermöglicht, ein Krypto-Wallet wiederherzustellen, beispielsweise für den Fall, dass es verloren geht oder der Nutzer das Passwort vergisst.