Studie: Mac-Nutzer häufiger Opfer von Malware-Attacken

Malware-Attacken auf das iOS-Betriebssystem von Apple nehmen zu. Gerade der Umstand, dass Mac-Geräte als wenig gefährdet gelten, erhöht die Erfolgschancen von Angreifern.

Gemäss der aktuellen Halbjahresübersicht des Sicherheitsunternehmens Sentinelone hat sich seit dem vergangenen Dezember, die Mac-spezifischer Schadsoftware klar erhöht. Im Umlauf seien einerseits neue, mit zusätzlichen Features aktualisierte Varianten bereits bekannter Malware-Arten. Andererseits aber auch einige neue, bisher unbekannte Typen. Sowohl von staatlicher Seite initiierte bzw. geförderte Attacken auf macOS-Nutzer, als auch Angriffe durch Kriminelle würden konstant zunehmen, so die Sicherheitsexperten.

Auch Mac-User sind heute gefährdet

Mac-Geräte gelten zwar weitum als sicherer, als Windows-Computer. Doch gerade weil dem so ist, schützen sich Mac-Nutzer seltener gegen Angriffe durch Schadsoftware. Mit der Folge, dass Angreifer, die sich spezifisch auf das Mac-Betriebssystem ausrichten, immer häufiger erfolgreich sind. Dazu kommt, dass der systemeigene Schutz von MacOS relativ schwach ist, wie die Forscher von Sentinelone schreiben. Sie empfehlen deshalb inbesondere Unternehmen, die Apple-Geräte einsetzen, sich zusätzlich zu schützen.

Übersicht: Für Mac-Angriffe verwendete Malware

Obschon Malware-Angriffe auf das Mac-iOS zunehmen, sind sie – im Vergleich zu Attacken auf Windows – ein relativ neues Phänomen. Bekannt ist beispielsweise der Trojaner Flashback, der im Jahr 2012 sein Unwesen trieb. Anfang 2016 gelang es Apple, die erste Ransomware-Attacke auf Mac-Nutzer erfolgreich zu unterbinden. Ausgeführt wurde der Angriff mit der Malware KeRang.

Auf der Webseite von Sentinelone haben die Sicherheitsexperten eine Liste mit den zehn verbreitetsten Malware-Typen zusammengestellt, die im vergangenen Halbjahr für Angriffe auf MacOS-Geräte genutzt wurden. In der Übersicht finden sich unter anderem Programme, die Benutzerdaten oder Passwörter stehlen sowie Kryptominer, Backdoors und Dropper.