Studie: Schlechtes Datenmanagement kann Unternehmen teuer zu stehen kommen

Im Jahr 2025 werden weltweit jährlich über 175 Zettabytes an Daten generiert, beinahe zwei Drittel mehr als heute. Auch künftig dürften Management und Schutz gespeicherter Daten für Unternehmen eine Herausforderung bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Softwareunternehmens Veeam.

Bereits heute fühlen sich beinahe drei Viertel (73%) der im Rahmen des Veeam Cloud Data Management Report 2019 befragten Unternehmen nicht imstande, die von den Nutzern gewünschten Anforderungen hinsichtlich unterbrechungsfreiem Zugriff zu erfüllen. So hatten die betreffenden Betriebe in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich mit fünf bis zwölf Betriebsstillständen zu kämpfen, die jeweils 65 Minuten dauerten.

Durch derartige Computerausfälle sowie durch Einbussen bei Umsatz, Produktivität und Kundenvertrauen entstanden den Unternehmen laut der Studie Kosten von jährlich gut 20,1 Mio. US-Dollar.

Investitionen von über 40 Mio. Dollar in verbesserte Datennutzung

Die Verantwortlichen der betroffenen Unternehmen sind sich der Bedeutung von Datenmanagement für den Geschäftserfolg allerdings bewusst und gehen das Problem aktiv an. Mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit ihrer Datennutzung zu verbessern, setzen Firmen beispielsweise auf intelligentes Datenmanagement, wobei für drei Viertel aller Studienteilnehmer insbesondere Cloud Data Management ein Thema ist.

Insgesamt wollen die befragten Unternehmen im Jahr 2019 rund 41 Mio. Dollar in neue Technologien investieren, welche die Datennutzung gewinnbringend verbessern. Dazu gehören Cloud, Hybrid Cloud, Big Data, künstliche Intelligenz sowie das Internet der Dinge.

Als Hauptvorteile eines angemessenen Datenmanagements bezeichnen die Umfrageteilnehmer Produktivität (80%), Stabilität (66%) sowie bessere Prognosemöglichkeiten (49%). Technologien, wie Cloud-Datenmanagement und künstliche Intelligenz, werden zudem genutzt, um in Echtzeit einen Überblick über geschäftliche Leistungsdaten zu erhalten und entsprechend auf diese Erkenntnisse zu reagieren.

Datenschutz lohnt sich

Obwohl fast die Hälfte der befragten Unternehmensvertreter anerkennt, dass Datenschutz eine zentrale Voraussetzung für Investitionsschutz ist, haben nur 37 Prozent Vertrauen in die Zuverlässigkeit ihrer aktuellen Backup-Lösungen. Von den Betrieben, die bereits über leistungsfähigere Back-up- und intelligentere Datenmanagement-Lösungen verfügen, werden die Kostenvorteile durch den Einsatz digitaler Technologien andererseits auf durchschnittlich 124 Mio. Dollar Mehrumsatz pro Unternehmen beziffert. Einige sehen mit dem zunehmenden Einsatz solcher Lösungen sogar das Potenzial eines Einnahmen-Anstiegs auf durchschnittlich bis zu 212 Mio. USD, dies bereits in den nächsten zwölf Monaten. 

Als wichtige Voraussetzung dafür, dass neue Technologien gewinnbringend eingesetzt werden können, gilt allerdings die gezielte Aus- und Weiterbildung der digitalen Fähigkeiten der Mitarbeitenden sowie eine entsprechende Unternehmenskultur. Und hier scheint es zu hapern: Aktuell vertraut nur nur ein Viertel der Befragten vollständig in die Fähigkeiten ihrer Organisationen, die digitalen Herausforderungen zu meistern.

Für den Veeam Cloud Data Management Report 2019 wurden über 1‘500 Unternehmens und IT-Entscheider aus 13 Ländern befragt.