Studie: Unternehmen sind definitiv in der Cloud angekommen

Die Nutzung von Cloud-Diensten gehört heute für viele Unternehmen zum Alltag – dies trotz offener Fragen bezüglich der Sicherheit. Am meisten verwendet werden hybride Cloud-Dienste, eine Mischung aus privaten und öffentlichen Cloud-Services.

Am häufigsten speichern Unternehmen personenbezogene Kundeninformationen in der Cloud, gefolgt von internen Dokumentationen und personenbezogene Mitarbeiterdaten. Weiter wird die Cloud zu Aufbewahrung von geistigem Eigentum, Gesundheitsdaten, Wettbewerbsdaten sowie Kennwörtern eingesetzt, so die Studie.

25 Prozent der Unternehmen, die IaaS (Internet-as-a-Service) oder SaaS (Software-as-a-Service) aus der Cloud nutzen, waren mit Datendiebstählen und 20 Prozent mit raffinierten Angriffen auf ihre öffentliche Cloud-Infrastruktur konfrontiert. Trotz Fragen und Problemen rund um das Thema Sicherheit verwendet eine überwiegende Mehrheit (83 Prozent) der befragten Unternehmen die Cloud, um mindestens einen Teil ihrer vertraulichen Daten zu speichern. 69 Prozent glauben, dass ihre Daten in der öffentlichen Cloud geschützt sind.

Sicherheit bleibt ein Thema
Indikator für die Art der genutzten Cloud-Dienste ist laut der Studie die Grösse eines Unternehmens. Laut der Studie verwendet von Unternehmen mit 500 und 1‘000 ein Anteil von rund 54 Prozent hybride und gerade mal 23 Prozent ausschliesslich öffentliche Cloud-Services. Bei Unternehmen mit mehr als 5‘000 Mitarbeitenden wird die hybride Cloud von 65% bevorzugt, rein öffentliche Cloud-Services werden in dieser Gruppe nur von 13 Prozent genutzt.

War noch vor einigen Jahren die private Cloud Spitzenreiterin unter den von Unternehmen verwendeten Cloud-Diensten, belegt heute eine Kombination von privaten und öffentlichen Cloud-Services die Spitzenposition auf der Popularitäts-Skala. So nutzt heute nur noch 23 Prozent der befragten Unternehmen eine rein private Cloud, während es 2015 noch 51 Prozent waren.

Beliebt: die Hybride Cloud
Während Firmen mit bis zu 1‘000 Mitarbeitenden durchschnittlich 25 Dienste nutzen, sind es bei Firmen ab 5‘000 Mitarbeitern durchschnittlich rund 40 Dienste. Am weitesten verbreitet sind öffentliche Cloud-Services in Japan und den USA, am wenigsten in Grossbritannien. Während Finanzdienstleister insgesamt am meisten Cloud-Dienste einsetzen, nutzen Regierungsbehörden und Bildungseinrichtungen am wenigsten.

Insgesamt steigt das Vertrauen in die Cloud: Mehr als 90 Prozent vertrauen der Technologie stärker, als noch vor einem Jahr, so die Studie. Entsprechend nutzen 97% der Teilnehmer der Studie private, öffentliche oder hybride Cloud-Dienste. Dies entspricht einem Anstieg um vier Prozent. Dabei gilt: Je grösser ein Unternehmen, desto höher ist der Anteil der verwendeten, öffentlichen Cloud-Dienste.

Der Wechsel in die Cloud schreitet unaufhaltsam voran. Zu diesem Schluss kommt der Sicherheitsspezialist McAfee, in der Studie «Navigating a Cloudy Sky: Practical Guidance and the State of Cloud Security» in deren Ende 2017 rund 1'400 IT-Entscheidungsträger von Unternehmen und Organisationen aus elf Ländern befragt wurden.